Intervalle – Erklärung | Teil 2

Intervalle – Erklärung | Teil 2

Was hat es damit auf sich, wenn ein Intervall klein, groß, vermindert oder übermäßig ist? Ganz einfach es ist die Feinbestimmung des Intervalls. Im ersten Teil der Erklärung hast du schon folgende Intervalle kennengelernt: Prime, Sekunde, Terz, Quarte, Quinte, Sexte, Septime und Oktave. Weiter geht’s!

Feinbestimmung der Intervalle

Intervalle haben ja alle einen festgelegten Abstand zum Grundton. Es handelt sich dabei immer um einen Abstand zwischen zwei Tönen. Dem aufmerksamen Mitdenker wird vielleicht aufgefallen sein, dass es aber noch Lücken zwischen den Intervallen gibt. Diese Lücken werden wir gleich schließen, aber vorher machen wir noch einen kurzen Exkurs zu den Eigenschaften der Intervalle.

Rein vs. unrein

Es gibt zwei Arten von Intervallen. Und zwar reine und unreine Intervalle. Die Besonderheit bei reinen Intervallen ist, dass sie entweder als reines Intervall vorkommen, also unverändert, oder im Abstand zum Grundton verringert oder vergrößert werden (z.B. durch Vorzeichen). Das bezeichnet man als vermindert oder übermäßig. Alle restlichen, unreinen Intervalle sind entweder klein oder groß, dort gibt es also keine reine Option. Klingt erst mal kompliziert, aber wir lernen das ganz einfach mit Hilfe von Puzzleteilen.

Puzzleteil 1: reines Intervall

Unser erstes Puzzleteil für reine Intervalle, sieht folgendermaßen aus: In der Mitte steht das reine Intervall, in diesem Fall eine Prime. Hier gibt es jetzt die Möglichkeit, dass das Intervall um einen Halbtonschritt erniedrigt wird, das heißt vermindert. Außerdem könnte das Intervall aber auch erhöht werden, das nennt man übermäßig.

Hier die Puzzleteile der reinen Intervalle:

Wenn man sich diese Intervalle auf der Klaviertastatur anschaut, sieht man, dass die Halbtonschritte neben den Intervallen auch abgedeckt sind. Unsere Lücken fangen an sich zu schließen.

Reine Intervalle sind Prime, Quarte und Quinte und Oktave.

Puzzleteil 2: unreines Intervall

Weiter geht’s mit unserem zweiten Puzzleteil für die unreinen Intervalle. Das sieht etwas anders aus:Hier gibt es nämlich nur die Möglichkeit, dass das Intervall klein oder groß ist. Eine reine Option gibt es wie gesagt nicht. Die unreinen Intervalle einer Dur-Tonleiter sind von Natur aus alle große Intervalle. Bei dem Beispiel der Sekunde oben siehst du: wenn die große Sekunde um einen Halbtonschritt verringert ist, hat man eine kleine Sekunde. Genauso auch bei der Terz, Sexte und Septime. Das Ganze ergänzen wir gleich zu einem großen Puzzlebild.

Unreine Intervalle sind Sekunde, Terz, Sexte und Septime.

Das große Bild

Wie du siehst, passen alle Puzzleteile perfekt ineinander und alle Halbtonschritte zwischen den Intervallen sind abgedeckt. Wenn man die Halbtonschritte vom Grundton C aus notiert, siehst du genau wie groß der Abstand eines jeden Intervalls zum Grundton ist.

Achtung: Zwischen E & F und H & C gibt es keine schwarze Taste. Daher ist dort auch kein zusätzlicher Halbtonschritt eingetragen.

Im nächsten Teil erfährst du, wie die Grob- und Feinbestimmung funktioniert und wie man damit Intervalle ganz praktisch bestimmen kann.

administrator
Als studierter Instrumentalmusiker und -pädagoge arbeite ich schon seit über 10 Jahren als Gitarrenlehrer. In verschiedenen Bands spiele ich Gitarre und habe auch an vielen Instrumenten ein solides Grundwissen. Besonders gerne produziere ich Songs, arrangiere Instrumente und Parts und versuche den musikalischen Kern eines Liedes herauszuarbeiten!

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1 Kommentare

  • […] ist das Intervall Nummer 8 und damit auch das Letzte, welches wir uns oktopusmäßig anschauen.____Hier geht's weiter zum nächsten Teil!" allowfullscreen> Startseite – Musiktheorie – Intervalle – Erklärung | Teil […]

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